Am letzten Wochenende im Juni machten wir uns dieses mal im Familienverbund auf zur Maker Faire.
Dank einem Gewinnspiel auf Facebook von der Firma Reichelt durften wir uns auch über Freikarten freuen, vielen Dank hierfür.

Wir kamen am Samstag um 10:30 am Messegelände an, und wurden gleich einmal Dank des schlecht informierten Personal auf einen falschen Parkplatz geschickt. Denn gleichzeitig fand auch noch die HAM Radio statt.

Also ab auf den äüßeren Parkplatz West und von dort zu Fuß den Maßen hinterher. Angekommen am Eingang West wurde uns dann erst einmal der Eintritt verwehrt, denn hier wäre ja nur die Messe „HAM Radio“. Die Maker Faire wäre nur über den Eingang OST zu erreichen.

Unfreundliche Anweiser drängten uns dann leider auf der Straße Richtung OST zu laufen. Vereinzelt waren 2-3 Leute ebenfalls auf der Straße unterwegs. Leider machte aber keiner hierbei den Eindruck zur Maker zu gehören. Endlich am Eingang OST angekommen, wurden wir gefragt ob wir nicht lieber zur „HAM Radio“ wollten, anstatt zur Maker Faire. Die passenden Tickets gäbe es nämlich hier auch! Unsere Fragende Gesichter und ein mittlerweile genervtes:“ Ja wir wollen zur Maker Faire!“ war wohl dann überzeugend genug gewesen. Wir bekamen die Fehlende Karte und durften endlich durch den Eingang.

Am Eingang angekommen, standen wir aber vor dem nächsten Problem! Wo geht es bitte weiter!? Keinerlei Schilder oder Hinweise auf die Messe waren ersichtlich. Als erstes dachten wir ja, wir hätten sie nur übersehen. Jedoch waren auch andere Maker und auch Besucher der HAM am Fluchen und Suchen. Wie die Lemming liefen jetzt alle mehr oder weniger fluchend hintereinander her. Nach mehreren Durchgängen und Türen waren wir dann doch endlich in der Halle angekommen.

Hier teilten wir uns dann auf, Mutter und Tochter machten sich auf zum Teddybau und Cosplay und Vater und Sohn erkundeten die Technikbereiche.
Leider war die Maker am Bodensee nicht ansatzweise mit der Berliner zu vergleichen. Es war im Vorfeld schon klar gewesen, da leider nur ein größerer Anbieter im Elektronikbereich hier war und ebenfalls im 3D Druck war hier sehr wenig geboten. Den meisten Platz bzw. Stände belegten wohl die Gymnasien mit ihren Projekten, welche (zumindest am Samstag bis Nachmittag) noch nicht wirklich einen brauchbaren Eindruck machten.

Am Stand von Reichelt war ebenfalls ein Mitarbeiter von Velleman anwesend und gab mir ein paar nützlich Tipps zur Ersatzteilversorgung für meinen Vertex. Leider war eine Verständigung nur auf Englisch möglich, jedoch verlief dieses Gespräch wohl für beide Seiten informativ, da Kontaktdaten mit ausgetauscht wurden.

Nach einigen Runden begegneten wir dann auch immer mehr Funkern, welche an der Kennung auf ihren Poloshirts erkennbar waren. Auf die Rückfrage, ob sie wohl denn für beide Messen gezahlt hätten, wurden wir etwas belächelt mit dem Hinweis die Hallen wären komplett offen und man könne von einer Messe zur anderen!

Die MakerFaire Bodensee wurde auch bereits deswegen auf Facebook von mir angeschrieben und es wurden ebenfalls bereits darauf geantwortet. Es wird mit der Messeleitung darüber gesprochen, warum die ganzen Punkte so passiert sind. Es gab wohl mehrere Personen, die sich deswegen beschwert hatten.

Danke möchte ich aber an Freifunk Bodensee richten, diese haben die Messe kostenlos mit WLAN versorgt. Auch an Bernhardt Kunstoffverarbeitungs GmbH 3dk.berlin, welche sich echt Zeit nahmen und auf die Fragen wegen der Filamente richtig gut eingingen. Auch Danke für die Testschnüre, ich hoffe ich komme bald zum Testen. Gerade das flexible Filament für meinen Vertex macht mich richtig Neugierig. Da mir am gegenüberliegenden Stand bestätigt wurde (durch Velleman) der Vertex kann auch Ninjaflex drucken!

Fazit für diese Messe:
– über 800 km an einem Wochenende gefahren
– chaotische Zustände was die Information der Mitarbeiter und auf dem Messegelände betraf
– relativ wenig Informationen und auch Messegeschenke
– Kinder waren soweit zufrieden
– Preise waren soweit in Ordnung gewesen
– zu wenig Angebot für so eine Anreise